Reisebericht ~ Norwegian Sun ~ Süd- bis Nordamerika Westküste ~ 04.2016

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Reisebericht ~ Norwegian Sun ~ Süd- bis Nordamerika Westküste ~ 04.2016

      Ursprünglich wollten wir ebenfalls die Umrundung von Kap Horn in Angriff nehmen, doch dann sprang uns eine Repositionierung von Valparaíso nach San Francisco ins Auge. 20 Tage an Bord und dabei von Süd- über Mittel- nach Nordamerika reisen. Eine ausgewogene Mischung von Land- und Seetagen und erste positive Erfahrungen mit NCL ließen unser Herz höher schlagen und wir buchten Mitte 2014 diese Tour. Danke an Hilde für unsere schöne Routenkarte.


      Aufgrund des Konzeptwechsels bei NCL tauschten wir unsere sorgfältig ausgesuchte Außenkabine in eine Garantiekabine um. Somit kamen wir in den Genuss des neuen All inklusive Konzeptes (Getränke und Trinkergelder vorausbezahlt) und bekamen darüber hinaus noch ein großes Internetpaket geschenkt. Der Knüller war dann aber die Rückmeldung der Reederei, dass wir in eine Balkonkabine umgebucht wurden. Auch wenn wir aufgrund der Preise meist Innen- oder Außenkabinen buchen, wissen wir die Annehmlichkeiten einer Balkonkabine sehr wohl zu schätzen. Dass wir dieses Glück ausgerechnet auf dieser langen Reise hatten, war wirklich toll.

      Anreise
      Gebucht hatten wir aus Überzeugung Lufthansa Flüge von München über Sao Paolo nach Santiago de Chile. Da auf dem Hinflug die Ticketkategorie nicht upgrade fähig war, entschieden wir uns noch mal 90€ pro Person in die Hand zu nehmen und sogenannte XL Sitze zu buchen. Das war eine sehr kluge Entscheidung, wir hatten in unserer Zweierreihe einen Abstand zum Vordermann, bei dem wir mit voll ausgestreckten Beinen nicht an den Vordersitz heran kamen. Genial. Die direkt vor uns liegende Premium Economy wäre ja eigentlich unser Ziel gewesen, hätte aber noch mal 360€ gekostet. Wir waren rundum zufrieden. Schnelle Abfertigung am Gate, unkompliziertes Boarding, überpünktlicher und ruhiger Flug – von den 12 Stunden Flugzeit haben wir erstmals mehr als die Hälfte verschlafen. Schade um die schönen Filme im Bord Kino. Essen und Getränke waren ok, das am Ende servierte Frühstücksomelette eher wabbelig, darauf haben wir dann doch lieber verzichtet. Während dem Flug standen unten im Vorraum vor den Toiletten stets Snacks und Getränke zur freien Bedienung zur Verfügung.

      In Sao Paolo hatten wir mal wieder Glück (wie so oft bei dieser Reise). Wir mussten unsere Sitzplätze noch bestätigen lassen, da diese in München noch nicht verfügbar waren und wurden von der freundlichen Dame beim Terminal ebenfalls an den Notausgang gesetzt. Somit stand auch dem gemütlichen Weiterflug mit 4 Stunden nach Santiago nichts mehr im Wege. Hier gab es auch echt leckere, frisch gebackene Croissants, hmmm, die waren gut.



      Gegen 11 Uhr Ortszeit landeten wir in Santiago. Ich hatte vorab im Internet gesehen, dass es einen Flughafenbus bis quasi vor die Haustür unseres IBIS Hotels gab. Natürlich fanden wir beim Ausgang keinen einzigen Hinweis auf die Busse, aber gefühlte hundert Taxifahren die uns umringten. Alle wollten uns dazu bewegen, mit Ihnen zu fahren. Zum Glück haben wir da eine gewisse Gelassenheit entwickelt und so fanden wir letztendlich am nächsten Terminal den Bus und fuhren tatsächlich für 1.500 CPL (ca. 2€) p.P. die ca. 30 Minuten vom Flughafen bis zum Hotel.

      Zwischenstopp in Santiago de Chile
      Das IBIS Santiago Estation Central de Chile liegt verkehrsgünstig am Hauptbusbahnhof mit Anschluss an die Metro. Es ist ein sauberes, aber eher einfach gehaltenes Standardhotel, mit gutem Frühstücksbuffet ab 4 Uhr morgens – der Jetlag lässt grüßen. Für 47€ waren wir mehr als zufrieden. Nach dem Check-In brachten wir nur schnell die Koffer ins Zimmer und machten uns direkt auf den Weg in die Innenstadt.



      Die Metro war bequem zu nutzen, eine Fahrt für 700 CLP (1€). Schnell waren wir an der Plaza de Armas und begannen die Stadt zu erkunden. Als Plaza Mayor, in Lateinamerika häufig Plaza de Armas, wird der regelmäßig angelegte Hauptplatz zahlreicher Städte der kastilischen Krone bezeichnet. Der Ausdruck "Plaza Mayor" findet sich explizit in einer Verordnung der "Katholischen Könige" aus 1480 als Marktplatz, an welchem auch das Rathaus der Stadt zu stehen habe. Außerdem wurden hier auch andere wichtige öffentliche Gebäude wie die Hauptkirche und das Waffenarsenal errichtet. Auf dem Weg dorthin passierten wir auch den Palast des Staatspräsidenten (mit ausreichend bewaffneter Eskorte am Haupttor).


      Neben den Sehenswürdigkeiten interessieren wir uns immer auch für Essen und Trinken, ja man kann auch sagen wir sind verfressen. Wir hatten vorher gelesen, dass sich Mote con Huesillos größter Beliebtheit erfreut und es war in Santiago quasi überall erhältlich. Mit Mote bezeichnen die Chilenen Weizengraupen, Huesillos sind getrocknete Pfirsiche. Diese werden gekocht und mit dem Sud über die Graupen in einen Becher gegeben. Eiskalt ein super leckerer Snack. Auch den lokalen Markt La Vega erreichten wir nach kurzen Fußmarsch und bummelten dort durch die Stände. Eigentlich wollten wir noch bis zur Marienstatue Cerro San Cristóba, aber es wurde doch schon später Nachmittag und die Seilbahn stellt um 18 Uhr ihren Betrieb ein. So bewunderten wir sie nur aus der Ferne.



      Transfer und Zwischenstopp Valparaíso
      Den Transfer nach Valparaíso hatte ich über Suntransfers vorgebucht. Der Minivan für 7 Personen kostete uns 132€ (da wir 6 Mitreisende waren umgerechnet 22€ p.P.) Direkt neben unserem Hotel wären am Busbahnhof auch von mehreren Anbietern Überlandbusse gefahren, aber da wir einige Mitreisende erst noch am Flughafen abholen wollten, bot sich diese Variante an. Der Schiffstransfer hätte ca. 70€ gekostet.

      In Valparaíso hatten wir erneut ein IBIS Hotel gebucht. Identisch zu dem in Santiago de Chile waren wir auch hier für den günstigen Preis sehr zufrieden. Luxus darf man sich aber keinen erwarten. Dafür ist das Hotel direkt unten am Wasser und in 5 Minuten ist man Hauptplatz oder gleich nebenan an der Bahnhofsstation.


      Valparaíso heißt zu deutsch Paradiestal und ist eine Stadt mit ca. 278.000 Einwohnern, deren Hafen zu den wichtigsten Südamerikas gehört. Die Altstadtvierteln des Cerro Alegre und Cerro Concepción sollte man anschauen. Sie sindbeliebte Wohnorte von Künstlern und Studenten, überall stehen historische Häuser. Es gibt unendlich viele farbenfrohen Graffitis und von überall hat man schöne Ausblicke über die Stadt. Natürlich waren auch Fahrten mit den historischenAscensors, den alten Standseilbahnen von denen leider nur noch wenige Aufzüge in Betrieb sind, ebenfalls ein Muss. Immerhin haben diese der Stadt zum Weltkulturerbe verholfen.


      Einschiffung
      Gegen 11 Uhr machten wir uns auf, um mit der U-Bahn von unserem Hotel zur Haltestelle Báron zu fahren und die letzten 200m die Koffer bis zum Check In Pavillon zu rollen. Zum Glück trafen wir an der Haltestelle auf deutsche Reisende die uns den Weg über einen Bahngleis durch ein kleines Tor wiesen, sonst hätten wir noch lange gesucht. Die Koffer wurden uns abgenommen und im Pavillon unsere Dokumente geprüft. Als sie unsere ESTA Bescheinigung sehen wollten, war ich etwas verwundert. Die lag nämlich im Koffer, da ich dachte sie erst in den USA zu benötigen. Wir einigten uns darauf, dass ich sie an Bord unbedingt noch an der Rezeption vorzeigen solle… na klar, das mach ich. Dann bekamen wir die Busnummer 3 zugeteilt und 15 Minuten später ging es durch die erste Sicherheitskontrolle und ab in den Bus der uns zum Schiff fuhr. Dabei fuhren wir einmal der ganzen Länge nach durch das Hafengebiet (auch wieder an unserem Hotel vorbei), was ca. 15 Minuten dauerte. An Bord wurden wir direkt in eines der Hauptrestaurants geleitet, wo dann der echte Check In sehr reibungslos vonstatten ging. Ich glaube gegen 12:30 Uhr hielten wir unseren Willkommensdrink in der Hand und stießen auf eine gute Reise an.



      Willkommen an Bord
      Das Schiff war insgesamt nur zu 2/3 belegt, was einem natürlich eine herrliche Freiheit in allen öffentlichen Bereichen bescherte. Es gab weder Wartezeiten im Restaurant, noch Platzprobleme im Theater. Am Pool gab es in der größten Hitze Plätze im Schatten und reservierte Liegen war selten. Der Nachteil ist dabei, dass bei vielen Abendaktivitäten oftmals nur wenige Teilnehmer gab, was den Spaßfaktor etwas nach unten bremste. Doch das war nur ein kleiner Wehmutstropfen.

      Kabine
      Wie gesagt hatten wir ja das Wahnsinnglück ein Upgrade auf eine Balkonkabine auf Deck 10 zu bekommen. Sie lag nahe hinter dem Eingang zu Brücke und war absolut ruhig.

      Für mein Empfinden hatten wir wirklich viel Platz und ausreichend Stauraum. Wiederbegeistert haben mich die vielen vorhandenen Schubladen, da bekommt man echt eine Menge unter. Leider gab es nur auf einer Seite des Betts eine Ablagefläche (Regal statt Nachtkasten), auf der anderen Seite stand direkt angrenzend das große Sofa.


      Die Nasszelle war wie auf anderen Schiffen auch praktisch strukturiert und sauber. Leider noch mit Duschvorhang ausgestattet, aber wir kamen damit zurecht. Der Fön war katastrophal. So ein festes klobiges Monstrum direkt über der Toilette angebracht und von dort reichte der Plastikschlauch vielleicht 40cm weit. Umdrehen und sich gleichzeitig föhnen und im Spiegel anschauen ging nicht.

      Im Rahmen einer privat organisierten Tour besichtigten wir alle möglichen Kabinen von Innen bis Suiten. Bei der Owner Suite waren der Balkon mit dem dort befindlichen eigenen Whirlpool fast größer als unsere gesamte Kabine glaub ich. Echt spannend mal so die Variationen zu sehen.

      Essen
      Das Fazit zuerst: wir waren sehr zufrieden.

      Es gibt zwei Main Dining Room (MDR): das Seaven Seas – ein klassisches großes Speiserestaurant mit riesigen Fensterfronten an drei Seiten und das Four Season - etwas moderner eingerichtet in der Mitte vom Schiff. Vor jedem MDRgibt es einen Counter wo man in Empfang genommen wird. Die Dame am Counter fragt nach der gewünschten Tischgröße und ob man ein deutsches oder englisches Menu haben möchte. Danach wird man an den Tisch geführt, Serviette und Menükarte aufgelegt und kurz danach erscheinen die Waiter. Im Gegensatz den festen Speisezeiten muss hier nicht erst ein Tisch voll versammelt sein, damit die Kellner anfangen Bestellungen aufzunehmen. Man kommt und es geht los. Da vom Counter aus gesteuert wird, dass nicht in einem Bereich alle Tische zu gleichen Zeit belegt werden hat der Kellner (für uns gefühlt) nicht den Stress dass alle gleichzeitig auf Bestellung und Speisen warten sondern immer die einen Tische bereits am Essen oder schon fast fertig sind und die anderen gerade anfangen. Wir fanden das sehr entspannt.

      Allerdings wirkt sich hier ebenfalls die nicht volle Schiffsbelegung aus, das schafft auch bei den Kellnern Freiräume. So gab es niemals Probleme zu einer gewünschten Zeit einen Tisch jedweder Größe zu bekommen. Oftmals sogar sehr schöne Tische am Fenster.

      Das Essen hat uns abends durchwegs überzeugt. Es gab in den Bereichen Starter / Hauptgericht / Dessert immer einige feste Speisen die jeden Tag zu finden waren. Bei den wechselnden Speisen gab es bei den Vorspeisen und den Dessert täglich mindestens 3-4, bei den Hauptgerichten 6-8 wechselnde Speisen. Die erste Wiederholung einer Speisekarte gab es ab der 3.Woche. Ich hätte so gerne noch viel öfter Steak bestellt, aber die Angebote waren jeden Tag so lecker, dass ich es auf der ganzen Reise nur 3x geordert habe.



      Wir fanden die Portionsgrößen meistens normal, außer bei den Fischgerichten mit Scampi, die musste man tatsächlich manchmal mit der Lupe suchen (nein, ausnahmsweise nicht auf dem Bild oben drüber). Wir sind mit einem 3-4 Gänge Menü (Vorspeise, Suppe oder Salat, Hauptgericht, Dessert oder Käseplatte) mehr als satt geworden und ich würde uns mal vorsichtig als gute Esser bezeichnen. Allerdings sind wir im Anschluss auch fast immer noch zur Eisstation und haben uns noch einen Schälchen Eis gegönnt.

      In den Hauptrestaurants gab es auch täglich Lunch, hierfür allerdings nur 2 wechselnde Karten. Da wir nur unregelmäßig im Bedienrestaurant Mittag aßen, hatten wir erst am vorletzten Tag das Glück, die zweite Menükarte überhaupt mal zu sehen. Allerdings waren auf beiden Menus so leckere Sachen drauf, dass es uns tatsächlich nicht gestört hat und wir immer etwas fanden.

      Die große Alternative ist das Buffetrestaurant. Hier kann man sich quasi rund um die Uhr selbst versorgen mit wirklich allem was man so begehrt. Sogar Breznstangerl, die das Herz eines Bayern höher schlagen lassen. Der Sitzbereich war uns zuwuselig und auch zu kantinenmäßig. Wir haben uns aber schon am ersten Tag in den großen Außenbereich am Bug des Schiffes verliebt. Hier hab es auch eine eigen Cateringstation, so das man sich einen Großteil der Sachen für Frühstück und Lunch auf kurzem Weg besorgen konnte. Insbesondere wurden hier morgens auch Eierspeisen und Waffeln auf Bestellung frisch zubereitet – ein Traum!


      Frühstück & Lunch gab es auch im Spezialitäten Restaurant Moderno, da dieses erst Abends zu einem Zuzahlrestaurant wird. Dort war es uns allerdings eindeutig zu kalt temperiert, so dass wir nur schnell auf dem Weg in den Outdoorbereich einen Blick auf das kleine Buffet warfen, auf dem alles sehr nett und appetitlich angerichtet war.

      Abends wird das Moderno zu einer Churrascaria, einem südamerikanischen Grillrestaurant in dem das Fleisch (von Huhn über Lamm, Schwein, Kalb bis zu Rinderfilet) auf langen Spießen gegrillt wird und dann dem Gast am Tisch immer einzeln Teile herunter geschnitten werden. Die Beilagen wurden am Tisch serviert und es gab ein großes Antipasti-und Salatbuffet zur Selbstbedienung. Der Service war überaus aufmerksam (schon fast zu bemüht) und wir haben die 25$ gerne zugezahlt. Als Zweites waren wir im Sushi-Restaurant , wo wir uns hervorragende Sushi Variationen bestellt haben uns ebenfalls ca. 25$ gezahlt haben.


      Die anderen Zuzahlrestaurants (französisch, italienisch und Steakhaus) haben wir nicht besucht.

      In der Sportsbar gab es zwischen 17 und 23 Uhr eine kleine Speisekarte mit sogenanntem Comfort Food, z.B. Fish&Chips, Chicken Wings, Bürger, Paninis und so weiter. Obwohl wir es uns fest vornahmen, haben wir es nicht einmal geschafft dort zu essen. Und last but not least gibt es eine sogenannte Tapas-Bar, die neben den Drinks auch kleine Häppchen kostenfrei anbietet. Hier gab es Oliven, Käse, Empanadas, Schinken und andere Kleinigkeiten. Nichts davon hat uns angesprochen und der Raum war stets unterkühlt, deshalb waren wir hier auch nicht länger.

      Getränkemäßig ist es wie auf allen amerikanischen Schiffen möglich, ohne einen Dollar Zuzahlung auszukommen. Die Getränkestation im Buffetbereich hatten von früh morgens bis spät abends rund um die Uhr offen, so dass Tee, Kaffee, Schokolade, Eistee, Wasser und Lemonade bzw. gesüßte Fruchtwasser immer kostenfrei verfügbar waren. Zum Essen wird ebenfalls kostenlos Eiswasser und auf Nachfrage auch Eistee und Lemonade serviert.

      Da wir ja das Getränkepaket hatten konnten wir Getränke bis 15$ pro Glas bestellten. In den Hauptrestaurants wurden die Weine immer in kleinen Karaffen serviert und der Barservice war mehr als aufmerksam. Immer kurz vor der Neige eines Glases wurde höflich nachgefragt ob wir eine weitere Karaffe möchten. Im Hauptrestaurant konnten wir auch Kaffeespezialitäten (Espresso, Cappuccino und Latte Macchiato) kostenfrei bestellen. Als ich das im Outdoor-Bereich versuchte (Buffetrestaurant ist ja auch ein Restaurant) wurde es vom Kellner erst mal abgelehnt, weil es oben keine Kaffeebar gäbe. Auf Nachfrage beim Food & Beverage Manager wurde dann ein armer Kellner losgeschickt der sich auf den Weg nach unten machte, unseren Cappuccino besorgte und wieder rauftrabte. Dafür war er fast 15 Minuten unterwegs, der Cappuccino halb verschüttet auf der Untertasse und auch schon wieder kalt. Das haben wir dann nie wieder versucht, sondern haben oben den normalen Kaffee weiter getrunken, der war ja auch gut.

      Ansonsten haben wir alles von der Barkarte bestellen können, die allerdings sehr übersichtlich gehalten sind, kaum mehr als 10 Cocktails, die allerdings in den verschiedenen Bars variieren. Allerdings wird einem auf Nachfrage jedes Getränk auf Wunsch zubereitet bzw. auch einfach nur gefragt was man gerne mag und daraus etwas gezaubert. Ich bin ein Southern Comfort Fan und bekam eine Vielzahl unterschiedlichster Cocktails, Martinis und Longdrinks damit zubereitet, auf der Karte stand nicht einer davon. Sehr angenehm war, dass man nicht einen einzigen Beleg unterschreiben musste. Die Karte wurde durchgezogen und fertig. Die Getränkepreise an sich sind sehr hoch, Bier ab 7 $, Weine ab 9 $, alle Cocktails über 10$ und jedesmal zzgl. 18% Servicegebühr, da läppert sich ganz schön was zusammen.

      Theater und Unterhaltung
      Ist ja immer sehr geschmacksabhängig. Die Vorstellungen mit den NCL Stars haben uns immer sehr gut gefallen, ebenso zwei Abende an denen 4 Tenöre das Haus zum Beben brachten. Es gab einen Whitney Housten Abend, der uns ebenfalls umgehauen hat. Bei den Comedian hatten wir oft das Problem, dass unser Englisch den Witzsalven und Pointen nicht standhalten konnte. Bei anderen Shows (Zauberer und einmal ein Jongleur) sind wir gegangen, so schlecht fanden wir die Performance. Aber wie gesagt, das ist immer alles sehr subjektiv beurteilt.


      Es gab auf der Reise diverse Trivia und Musikraterunden, die tatsächlich immer gut besucht waren. Auch Spielshows diverser Arten wurden immer zwischen den beiden Theatervorstellungen organisiert und waren oft extrem lustig (Männer gegen Frauen, wie-gut-kennen-sich-Paare, Filme raten die von der Crew nachgestellt wurden usw.).

      Sonstiges Tagesprogramm
      Wieder die üblichen Verdächtigen: Servietten und Handtücher falten, Wein- und Bierproben gegen Zuzahlung, Sport- und Ratewettkämpfe, Torten-Deko und Gemüseschnitzkurse - das Tagesprogamm war immer voll. Wir fanden den Spanisch Kurs toll, der sich an jedem Seetag fortsetzte und bei dem wir zumindest ein paar Basics aufschnappen und üben konnten. Anwendung am nächsten Hafenstop.

      Außerdem gab es einen Lektor, der ebenfalls vor jedem angelaufenen Hafen eine Stunde lang im Theater Hintergründe zu Kultur und Land der besuchten Orte gab. Darüber hinaus immer Tipps zu den Sehenswürdigkeiten, Transport vor Ort, lokales Essen und Trinken und Sicherheit. Das kam gut bei den Gästen an.

      In der Kabine gab es diverse TV Kanäle auf denen ausgewählte Filme – meist in spanisch oder englisch - liefen. Einen deutschen Sender gab es nicht. Ansonsten ein paar englischsprachige Newssender und die üblichen Werbekanäle für NCL und das Schiff und die Ausflüge.


      Abends gab es in diversen Bars und der Spinnaker Lounge immer Musikergruppen oder Alleinunterhalter, die dort Tanz- und Unterhaltungsmusik aufspielten. Für meinen Geschmack einfach zu laut, zumal ohnehin nur wenige Besucher da waren. Es war manchmal schwierig, einen gemütlichen Ort für einen Absacker zu finden.

      Ansonsten natürlich das Casino, das auf dieser Reise aber auch meist menschenleer war. Es gibt einige Geschäfte und regelmäßige Shoppingevents im Atrium. Davon halten wir uns meist fern.

      Pools
      Zwei große Pools die anfangs bitterkalt waren, aber bereits am dritten Tag war es draußen so heiß, dass wir dankbar für die Erfrischung waren. Ab dem vierten Tag nahmen sich Luft und Wassertemperaturen nichts mehr. Die Whirlpools waren während der gesamten Reise gut besucht. Es gab ausreichend Liegen und an der Seite viele Tische zum sitzen und essen. Die Animation am Pool war vorhanden aber weniger aufdringlich wie die Bands, die teilweise den Nachmittag beschallten. Toll war der Barservice, der stets aufmerksam für Getränkenachschub sorgte, so dass wir uns selten an die Bar bewegen mussten. Und ja, da gab es natürlich das eine oder andere Scheinchen extra.



      Reiseverlauf





      Tag 2 Coquimbo / Chile (08-17 Uhr)
      Wolkenverhangener Himmel und Höchsttemperaturen von 15 Grad waren laut Tagesplaner angesagt und der Früh sah es auch genau so aus. Wir tenderten gegen 09:30 Uhr bereits ohne Tendertickets, es herrschte kein Andrang. Eigentlich wollten wir in Coquimbo unbedingt den Fischmarkt besichtigen, der gerade am Sonntag ein regelrechtes Familienfest der Einheimischen ist, doch leider haben wir in nicht gefunden. Stattdessen fanden wir mit tatkräftiger Unterstützung von Einheimischen den lokalen Bus nach La Serena uns fuhren die Strecke von ca. 12km für sagenhafte 600 CLP(1€). Angekommen schlenderten wir über den Plaza de Armas, besichtigten die kleine Kathedrale und fanden schließlich den Kunsthandwerk Markt La Recova.


      Für den Weg zurück nutzten wir wieder den Bus, auch hier halfen uns die Mitreisenden weiter.Man darf wirklich keine Scheu haben zu fragen und ein freundliches Lächeln hilft oft weiter. So saßen wir bei der Rückfahrt im falschen Bus und alles kam uns nicht geheuer vor. Als ich den Busfahrer versuchte zu fragen stürzten sich gleich zwei weitere Mitreisende auf unseren Plan und sie diskutierten wo wir am besten in den richtigen Bus wechseln sollten. Sogar das Fahrgeld gab uns der Busfahrer wieder zurück und beauftragte seinen Kollegen uns ja sicher zum Schiff zu bringen.In Coquimbo wollen wir erst noch das Third Millennium Cross erklimmen,aber wir waren schon zu geschafft für den Aufstieg. So bummelten wir zurück zum Schiff und freuten uns auf einen schönen Abend.



      Tag 4 Arica / Chile (08-17 Uhr)
      Bereits um 7:00 Uhr morgens verfolgten wie das Anlegemanöver und wurden am Pier von Seelöwen und Pelikanen willkommen geheißen.

      Wir hatten einen Wagen bei Europcar bestellt und die Übergabe klappte reibungslos. Sofort machten wir uns auf dem Weg und fuhren zum archäologischen Museum, um dort die Funde und erhaltenen Mumien der Chinchorro Kultur zu besichtigen. Wir waren etwas zu früh dort und besuchten schon mal die ersten Verkaufsstände. Als sich die Türen öffneten waren wir die ersten auf dem Museumsgelände und hatten alle Ausstellungen für uns.


      Die Suche nach den angepriesenen Geoglyphen - große Bildet auf den Berghängen erwies sich da schon als schwieriger,aber wir fanden sie. Die tierischen, menschlichen und geometrischen Figuren dürften zwischen dem 9. und dem 16. Jahrhundert entstanden sein. Man feierte vermutlich vor allem religiöse Zeremonien an den Figuren, deren Umrisse man in den Fels geritzt oder aus dem abgetragenen Geröll gelegt hatten.


      Der letzte Abstecher ging zu den Tutelares, große Skulpturen des chilenischen Bildhauer Fleming. Die Tutelares bestehen aus mehreren Einzelskulpturen, die jeweils zueinander in Beziehung stehen. Die großen Skulpturen sind zwischen acht und neun Metern hoch und zeigen abstrakte menschliche Figuren.

      Dann ging es auch schon wieder zurück. Nach der Autoabgabe bummelten wir noch Arica, wo sowohl die Kathedrale als auch das ehemalige Zollamt von GustavEiffel entworfen wurden. Ebenso wurde der Bahnhof der Estacion de Ferrocarril Arica La Paz in den Werkstätten von Gustave Eiffel geplant und von einer engl. Gesellschaft gebaut. Mittlerweile stillgelegt wurde der Bahnhof als nationales Monument eingestuft.


      Vor dem Schiff sammelten sich dann auf einmal Tänzer und Musiker und boten uns zumAuslaufen eine tolle Abschiedsshow.

      Tag 6 Callao (Lima) / Peru (07-18 Uhr)
      Das Schiff bot einen kostenlosen Shuttle nach La Puntas an,aber wir hatten ein Taxi nach Lima vorbestellt und fuhren zum Hafen Ausgang. Leider zeigte sich unser Fahrer nicht und so teilten wie mit anderen Mitreisenden ein Taxi. Später stellte sich heraus, das er in La Punta auf uns gewartet hat, aber in der Bestätigung stand ausdrücklich Hafenausgang.

      Nach 40 Minuten erreichten wir Lima und die Plaza de Armas,auch hier das Zentrum der Stadt.Hier finden sich direkt die Kathedrale,das Rathaus und der Gouverneur Palast. Dort fand Mittags auch der Wachwechsel mit Parade statt. Und zum Glück gab es hier auch urige Lokale,in denen man sich bei Cafe und Saft stärken konnte. Für umgerechnet 4$ Eintritt besuchten wir dann den Konvent der Franziskaner Mönche. In der 45minütigen Führung sahen wir auch die Bibliothek mit Büchern die teilweise noch aus dem 16. Jahrhundert stammen. Und zum Schluss ging es in dieKatakomben in denen geschätzt 75000 Menschen begraben worden sein sollen.


      Auch ein lokales Mittagessen gönnten wir uns, um die regionale Küche zu testen. Und so probierten wir heute Ceviche, roher Fisch, der nur in Limettensaft "gegart" wird.

      Tag 7 Salaverry / Peru (11-17 Uhr)
      Unten am Hafen Ausgang wurden Bussen für 30$ angeboten, die uns zu den Highlights rund um Salaverry bringen sollten. Da wir nur 5 Stunden im Hafen waren, nahmen wir das Angebot gerne an. Der erste Stopp führte uns zum Sonnen- und zum Mondtempel. Hier finden teilweise heute noch Ausgrabungen statt. Im Museum wurden immer die Grabstätten mit den Funden aus der Mocha- und der Chimuzeit ausgestellt.Im Mondtempel sah man riesige Ritualplätze mit beeindruckenden Mosaiken.


      Im Anschluss ging es nach Chan Chan, einer etwa um 1300 entstandenen Stadt, die aus Lehm errichtet wurde. Zu IhrerBlütezeit beherbergte die Stadt etwa 65.000 Einwohner. Jetzt wird die Stadt, die im Wüstensand begraben ist, wieder freigelegt. Auch sie wurde zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Für Trujillo,einer weiteren Stadt im Kolonialstil blieb leider kaum noch Zeit. So konnten wir am Plaza de Armas nur eben schnell noch ein paar Bilder machen,bevor uns der Bus gerade noch rechtzeitig zum Schiff zurück brachte.

      Tag 10 Puntarenas / Costa Rica (08-18 Uhr)
      Der fantastische Manuel Antonio Nationalpark ist einer der vielen, die um die Stadt herum liegen. Zu sehen sind hier dichter und unberührter Regenwald.

      Und genau hier hatten wir das Abenteuer unseres Lebens.Im Adventurepark vom Hotel Vista Golfo, 25 Ziplines über 11 Wasserfälle. Super aufregend,super anstrengend aber auch super reizvoll und jeden Dollar wert. Wir waren hier mit einer privaten Gruppe die sich bereits am Schiff gefunden hatte. Am Ende vom Pier wartete der Fahrer und es ging ca. 1 Stunde Richtung Regenwald. Wir bekamen unsere Sicherheitskleidung, die Sicherheitsunterweisung und Verhaltensrichtlinien. Unsere Gruppe mit 18 Teilnehmern hatte 8 Guides, die sich darum kümmerten, dass jeder gut über die Bahnen kam.

      Auch wenn der erste Sprung Überwindung kostet – danach ist man wie im Rausch und will immer nur weiter. Bei der Hälfte der Lines befinden sich kleine Feldbecken mit (eiskaltem) Süßwasser, die einige von uns für eine Erfrischung nutzten. Am Ende der Tour ging es per Bus zurück zum Hotel und dort bekamen wir einen typischen Costa-Rica-Lunch, je nach Wunsch Fisch, Fleisch, Huhn oder vegetarisch.


      Der Ausflug kostete mit Transport, Zipline und Lunch 80$, falls jemand nur mitfährt aber die Zipline nicht mitmacht kostet Transfer und Lunch 25$. Beim Hotel gibt es schöne Relaxzonen mit Hängematten und Pool mit Blick in den Regenwald. Einige machten sich hier einen schönen Tag.

      Tag 12 Puerto Quetzal / Guatemala (08-17 Uhr)
      Der einzige Transfer den wir über die Reederei gebucht hatten, da die Stadt ca. 90km entfernt liegt und kaum vernünftige öffentliche Transportmittel zu finden war. Da setzten wir dann doch auf die Sicherheit, dass die Reederei schauen muss uns pünktlich zurück zum Schiff zu bringen. Der Kostenpunkt waren 59$ p.P. für den reinen Bustransfer, wobei ich sagen muss, dass uns die Reisebegleitung die ganze Fahrt über mit Informationen zu Land und Leuten versorgte.


      Unser Ziel war ein Ausflug in die Ruinenstadt Antigua, einst Hauptstadt der spanischen Kolonie. Die ehemalige Hauptstadt Guatemalas wurde 1773 von einem Erdbeben heimgesucht, das die komplette Stadt zerstörte und etliche Menschen tötete. Daraufhin verlagerte man die Hauptstadt dorthin, wo das heutige Guatemala Stadt liegt. Antigua ist mit der schönen spanischen Architektur, den vielen bunten Gebäuden, großen Plätzen, historischen Kirchen und Kathedralen, aber auch bunten lokalen Märkten sehr eindrucksvoll.

      Wir ließen uns einfach durch die Straßen treiben und besichtigtigten einige der Kirchen,

      Tag 13 Puerto Chaipas / Mexico(08-17 Uhr)
      Direkt vorm Schiff standen die Anbieter der lokalen Touren und wir buchten dort unseren Ausflug für 45$. In einem Kleinbus machten wir uns als Erstes auf zu den Izapa Ruinen,einer alten prähistorischen Stätte aus der Kultur der Mayas. Unser Guide konnte uns hier vielaus der alten Zeit erzählen. Im Anschluss fuhren wir zu einer kleinen privaten Kakao Plantage,in der wir nicht nur interessante Dinge über die Herstellung von Schokolade lernten. Wir durften uns auch an der Herstellung von Maistortillias versuchen. Nach alter Tradition ist diese Fähigkeit eine Voraussetzung um als heiratsfähig zu gelten. Zum Schluss fuhren wir noch nach Tapachula,der zweitgrößten Stadt hier mit ca. 500.000 Einwohnern. Nach der Besichtigung des Hauptplatzes mit Rathaus und Kathedrale warm wir aber nur noch bestrebt im Schatten zu sitzen und bei einem kühlen Bier ein paar Tacos und Guacamole zu genießen.


      Tag 14 Huatulco / Mexico (08-17 Uhr)
      Rund um Huatulco, auf einer Länge von 35 Kilometern, befinden sich neun kleine und mittelgroße Buchten mit mehr als 36 Traumstränden und kristallklarem Wasser. Und genau da ließen wir uns mit dem Taxi für 10$ pro Strecke hinfahren und hatten einen phantastischen Strandtag.


      Tag 17 Cabo San Lucas / Mexico (07-14 Uhr)
      Aufgrund der kurzen Liegezeit haben wir hier nur einen Spaziergang entlang der Hafenpromenade unternommen und waren in der Einkaufs Mall unterwegs. Wir hatten uns schon zum Ziel gesetzt endlich mal richtig lecker Taco essen zu gehen und in einer kleinen Nebenstraße fanden wir dann auch einen Imbiss mit grad mal 5 Tischen und einer Holtafel auf dem die Varianten der Taco Füllungen angeschrieben waren. Alles frisch zubereitet alles super lecker, es war toll.


      Tag 19 Los Angeles / USA (09-18 Uhr)
      Bereits zwei Stunden zu spät in LA angekommen, nahm das Chaos der Immigration seinen Lauf. Die Durchsagen baten noch alle in den Wartebereichen zu bleiben, wir waren nach Decks eingeteilt, aber die Zeiten natürlich hinfällig. Mehr zufällig sahen wir vom Balkon aus die ersten über die Gangway laufen und stürmten ebenfalls los. Wir waren unter den ersten 100 Passagieren die von Bord gingen und brauchten geschlagen 1,5 Stunden bis wir endlich unseren Einreisestempel hatten. Grauenvoll. Noch am Schiff bekamen wir die Verlängerung der Liegezeit auf 19 Uhr mit, später hatte es noch Durchsagen gegeben, dass wir bis 22 Uhr im Hafen bleiben. Das erfuhren wir aber erst als wir wieder da waren.

      Wir blieben bei unserem Plan, den Tag nicht mit Staus auf den Highways nach LA oder Santa Monica zu verbringen (Busshuttle jeweils 69$). Wir liefen in gut 15 Minuten zur Bushaltestelle vor Ort und für 3$ fuhren wir in gut einer halben Stunde nach Long Beach rüber.Dort war zum einen Shoppen angesagt und danach besuchten wir Port-Village, ein hübscher, kleiner Distrikt mit Geschäften, Bars undCafés im Bordwalk Stil direkt am Wasser. Hier liegt auch die Queen Mary,heute ein Museum.



      Tag 21 – San Francisco – Ausschiffung (08 Uhr)
      Die Ausschiffung startete zwar später als erwartet, aber als es los ging waren wir innerhalb von 5 Minuten draußen. Selten sind wir so entspannt von Bord gekommen und das obwohl wir die Koffer selbst mit runter genommen haben. Vor dem Schiff waren Taxi in ausreichender Zahl vorhanden und so waren wir schon 10 Minuten später im Hotel. Dorthaben wir schnell die Koffer untergestellt und sind los, um der großartigsten Stadt der Welt mal wieder einen intensiven Besuch abzustatten.


      Wir kaufen uns einen 3-Tages-Pass für Bus, Tram, CableCar und Muni. Mit 30$ nicht billig, aber schon eine CableCar Fahrt kostet mittlerweile 7$ und wir haben die Busse und Bahnen mehr als ausgeschöpft. Das Streckennetzt ist wirklich einfach durchschaubar und mit Umsteigen kommt man hervorragend in der Stadt voran – von Chinatown über, Fishermans Warf, Girardelli Square rüber zur Golden Gate Bridge, zum Presidio, nach Japantown zum Golden-Gate-Park, Mission District und zurück zur Market Street und zum Union Square. Wir waren überall. Am nächsten Morgen gingen wir in ein hübsches Diner beim Girardelli Square auf ein letztes gutes amerikanisches Frühstück. Danach ließen wir uns über einen Wochenendmarkt treiben und saßen in der Sonne am Strand und schauten den Einheimischen zu. Langsam kommt die Wehmut, wenn man wieder heim muss.


      Heimreise
      Auf dem Rückflug hat es geklappt, wir investierten jeder 30.000 Meilen und bekamen das Upgrade in Premium Economy. Sehr bequeme und große Sitze, weiter Sitzabstand und weit zurückklappbare Lehnen. Dazu ein größerer Monitor. Am Essen hab ich kaum Unterschiede wahr genommen. Für uns hat es sich gelohnt, wir haben auch auf diesem Flug gut geschlafen und da wir bereits am nächsten Tag wieder ins Büro mussten, war das auch gut so.

      Fazit
      Es war eine phantastische Reise ! Wir haben so viele tolle, unterschiedliche Häfen angelaufen. Bereits im Vorfeld habe ich viel Recherche betrieben, was man in den einzelnen Häfen besichtigen kann und so waren wir gut vorbereitet und hatten einen Plan. Vieles muss man in dem Teil der Welt trotzdem auf sich zukommen lassen. Wenn der Taxifahrer nicht wie vereinbart auftaucht oder im Vorfeld keine Agentur zu finden ist, bei der man buchen kann – vor Ort gibt es fast immer Anbieter. Und wenn sich vorher einigermaßen über Preise informiert hat, findet man ein immer gutes Angebot. Uns hat der nordamerikanische Kontinent schon immer gefallen – wir waren früher oft 2-3 mal im Jahr in den USA unterwegs. Jetzt hat uns auch Süd- und Mittelamerika in seinen Bann gezogen.

      Unsere Erwartungen an das Schiff waren vielleicht schon etwas reduziert. Es ist nicht das Neueste (Baujahr 2001) und es ist mit einer Passagierkapazität von ca. 2.000 PAX eher klein, aber wir haben es als sehr angenehmes Kreuzfahrtschiff für uns empfunden. Das Essen hat uns begeistert (wie bereits beim letzten Mal) und das All inklusiv Paket der Reederei hat schon wirklich seinen Charme. Wir hatten nach 3 Wochen am Schiff eine Bordrechnung von knapp über 100$ - und das nur weil wir 2x die Spezialitäten-Restaurants besucht haben. Uns ist allerdings auch bewusst, dass die allgemeine Wohlfühlatmosphäre am Schiff zumindest in Teilen auch an der nicht vollen Belegung mit Passagieren gelegen hat. Zum anderen Teil haben wir die gesamte Crew als umwerfend freundlich und hilfsbereit empfunden, alle waren auf zack und haben auch sehr auf Sauberkeit in den öffentlichen Bereichen geachtet.

      Einen Störfaktor hatten wir aber auch. Da das Schiff nach unserer Reise 2 Wochen ins Trockendock ging, kamen ab Cabo und dann vermehrt ab Los Angeles Handwerker an Bord, die bereits anfingen, diverse Schächte an den Decken und ab Boden aufzudecken, Kabel zu prüfen und zu markieren und Vorbereitungen für´s Trockendock zu treffen. Diese waren wenig rücksichtsvoll den Passagieren gegenüber, nicht nur während ihren Arbeiten, auch abends im Restaurant oder im Theater. Da sich das Ganze aber nur auf diesen kurzen Zeitraum beschränkte, wollen wir das mal nicht in die Gesamtbewertung der Reise einfließen lassen.

      Wir empfehlen dieses Schiff für Reisende, die sich auf kleinen Schiffen wohl fühlen und eine familiäre Atmosphäre an Bord zu schätzen wissen. Die Reiseroute war bombastisch und wird auch nächstes Jahr wieder angeboten. Falls sich jemand dazu entschließen sollte kann er sich jederzeit gerne bei mir melden. Ich habe eine komplett ausgearbeitete Routenplanung, die ich gerne zur Verfügung stelle. Uns leitstet die auf unseren Reisen als A5 Booklet ausgedruckt (oder neumodern auf dem Smartphone abgespeichert) immer wieder wertvolle Dienste.

      Ich entschuldige mich, dass es so lang geworden ist, es sind einfach so wahnsinnig viele Erlebnisse gewesen.

      Ganz liebe Grüße
      Thekla
    • Süd-Nordamerika

      Hallo Annika!

      =00wow00= danke für Deinen tollen Reisebericht. Mit dieser Route habe ich mich noch nie beschäftigt, werde dies aber in Bälde tun.
      Saluti
      Caterina 00rk00
      Liebe Grüße,
      Ingrid

      Günstige Winde kann nur der nutzen, der weiß, wohin er will (Oscar Wilde).
      Next:
      … leider im Moment keine

      Follow me on Facebook.
    • :moin: Thekla,

      vielen Dank das ich mit euch reisen durfte =27= Sehr interessanter und informativer Reisebericht, mit Fotos wo man doch glatt ins schwärmen kommt.

      Also eins ins klar, San Francisco steht jetzt ganz weit oben auf der to-do-liste

      Vielen Dank
      =17=
      VG Marieke


      past cruises =00Ladycool00=
      2006 NCL Jewel, 2008 Celebrity Infinity, 2010 TUI MS 1, 2011 Princess Sapphire, 2013 Celebrity Solstice, 2015 HAL Ryndam, 2016 RCL Allure otS, 2017 Celebrity Constellation und Celebrity Summit, 2018 RCL Voyager otS, 2019 MSC Meraviglia, RCL Brillance otS, Serenade otS
    • Hallo Thekla,

      vielen Dank für Deinen tollen Reisebericht, der sehr informativ und interessant ist. Du hast sehr lebhaft geschrieben und die schönen Bilder haben mich begeistert.

      Schön, dass Du von der gesamten Reise angetan warst und Du so viel positive Erfahrungen auf Deiner Reise gemacht hast.

      Liebe Grüße
      Gesa
    • Danke Thekla,

      für deinen knackigen, gar nicht zu langen, informationsreichen Bericht, so wie ich ihn gerade liebe!

      Es hat viel Spaß gemacht, ihn zu lesen und stellenweise Erlebnisse wieder zu entdecken, wie ich sie auch in Chile und Mittelamerika erlebt habe.

      Gruß an Erhard
      Peter
    • @Annika2900

      was für ein toller Reisebericht und ein super Einblick in den Süden der USA. Vor allem der Ausflug Puntarenas / Costa Rica hat mich total begeistert. Vielen Dank =001bravo100=

      Sehr schön fand ich auch die Fotos von S.F. wir haben die Stadt auch schon 2 x während unserer Rundreisen im Westen der USA besucht und waren begeistert.
      Ach tolle Erinnerungen, ich bin gerne mit dir gereist
      LG
      Bina
    • Vielen Dank für den wahnsinnig informativen und spannenden Reisebericht! Hat sich super gelesen und war sehr interessant! 00rk00
      Und das sind auch viele viele Tipps dabei, die man sich durchaus für eine mögliche Reise in diese Gegend merken kann! Danke dafür!
      Und was wäre ein Reisebericht ohne Fotos! Schön, aber mit Fotos natürlich nochmal schöner =00wow00=
      Freu mich schon auf unsere gemeinsame Rhapsody Tour!
      LG
      Schiff ahoi und liebe Grüße
      Alexandra




      Mein Blog: Capricorn on Tour
    • :moin1: Thekla,


      also..........liebe Thekla, ein Reisebericht kann gar nicht lang genug sein - Frau muss sich nur entschuldigen wenn er etwas kurz wird - also......nix mit =00Tschuldigung00=
      ich sag jetzt auch mal DANKESCHÖN für den tollen und informativen Reisebericht mit den fantastischen Bilder =00wow00=

      war schön mal wieder mit euch zu fahren thx
      Liebe Grüße
      Hilde

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von hille ()

    • Grüezi Thekla 00rk00

      Ein wunderbarer Reisebericht und tolle Fotos !!!
      Vielen Dank, dass du dir die Zeit dafür genommen hast =23=
      Was die grossartigste Stadt der Welt betrifft, ... bin ganz deiner Meinung =26=

      Ein schönes und hoffentlich trockenes Wochenende und Grüessli vom Zürichsee
      Monika
    • Servus Thekla und Erhard,
      ganz herzlichen Dank für diesen tollen Reisebericht =0= Einfach großartig zum lesen und dann noch mit schönen Bildern ausgeschmückt!
      Max
      Ich darf von Gesetzes wegen keine individuelle Rechtsberatung erteilen, also sind meine unjuristische Aussagen nur meine persönlichen Meinungen und Ansichten
      Rechtschreibfehler sind Special Effects meiner Tastatur

      Follow us on: Facebook | Twitter |
    • Moin Thekla + Erhard,
      hat viel Spaß gemacht, mit euch zu reisen =thx=

      Besonders aufmerksam habe ich dann mal bei Cabo, Puerto Quetzal und Puntarenas gelesen, die drei Orte besuchen wir im Nov. 2017 / Panamakanal. Immer vorausgesetzt, dass wir tatsächlich beim vierten Anlauf mit Celebrity fahren dürfen.

      Eine Frage habe ich zu der genialen Canopy Tour mit den Zip Lines. Bin gerade auf der Homepage gewesen und habe mir das Video angeguckt, cool . . . .
      Das würde ich zu gerne machen und traue mir das grundsätzlich auch zu, konditionell hätte ich da keine Sorgen, aaaaaber was bedeutet bei denen "körperliche Verfassung gut " =21= und "good mobility in arms and legs" - aber was ist mit "Rücken" ??

      Wie habt ihr das denn erlebt ??

      LG Nane
      next:
      11/2020 ~ Allure of the Seas ~ Transatlantik
      03/2021 ~ AIDAcara ~ Winter im hohen Norden 2
    • Hallo Nane, man mag es glauben oder nicht - ich war mit 45 Jahren die Jüngste in unserer Gruppe. Bekannte von uns, die wir zwar jünger geschätzt hätten, waren beide 75 und haben die Tour mitgemacht. =26=
      =21= Du brauchst keine besondere Kraft, denn Du "sitzt" in dem Gurtgeschirr. Aber Du "bremst" mit einem speziellen gepolsterten Handschuh und musst somit Deinen Arm während der Fahrt oben an das Kabel hinter Deinem Kopf halten. Am Anfang merkt man das gar nicht... aber nach ersten 10 Bahnen wird der Arm angsam müde und Abendessen ist an dem Tag mit Messer und Gabel gar nicht mehr so einfach =188= . Außerdem musst Du wenn Du an die nächste Plattform kommst die Bauchmuskeln anspannen und die Füße schön waagrerecht halten, damit Du auch oben auf der Plattform landest - auch hier ist ein sauberer Muskelkater vorprgrammiert wenn ihr nicht grad jeden Morgen mit 50 Sit ups anfangt ;) .
      Ich glaube das könnt Ihr Euch beide gut zutrauen!!!

      Liebe Grüße
      Thekla
    • Annika2900 schrieb:

      die Bauchmuskeln anspannen
      welche Bauchmuskeln 00kn00

      aber im Ernst, das hört sich alles gut an. Außerdem weiß ich jetzt, warum ich dreimal die Woche in's Fitnessstudio gehe, ich bin nun hoch motiviert. =00zunge00=
      Und die Bauchmuskelübung wird wieder verstärkt gemacht, hab' ja noch über ein Jahr Zeit.
      Vielen lieben Dank für deine Infos, damit kann ich wenigstens was anfangen.

      LG aus dem hohen Norden in den tiefen Süden
      Nane und Volker
      next:
      11/2020 ~ Allure of the Seas ~ Transatlantik
      03/2021 ~ AIDAcara ~ Winter im hohen Norden 2