Anstoß für neuen Treibstoff in der Schifffahrt: Hurtigruten testet Biodiesel

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    • Anstoß für neuen Treibstoff in der Schifffahrt: Hurtigruten testet Biodiesel

      Hurtigruten Presseinformation
      Erste Testfahrten mit Biodiesel
      Anstoß für neuen Treibstoff in der Schifffahrt: Hurtigruten testet Biodiesel


      Hamburg, 19. November 2019 – Auf dem Weg zur emissionsfreien Schifffahrt hat Hurtigruten als erste norwegische Kreuzfahrtreederei begonnen, den Einsatz von Biodiesel zu testen. Der Kraftstoff kann die Emissionen um bis zu 95 Prozent reduzieren.

      Nachhaltigkeit rückt auch in der Reisebranche immer weiter in den Fokus – und Hurtigruten setzt Maßstäbe für die Branche.

      „Biodiesel kann langfristig eine CO2-Reduktion von bis zu 95 Prozent gegenüber herkömmlichen Kraftstoffen bewirken. Hurtigruten nutzt nun erstmals zertifizierten Biodiesel, der frei von Palmöl ist. Die Industrie muss anfangen, nachhaltigere Entscheidungen zu treffen, und Hurtigruten übernimmt dabei eine Vorreiterrolle“, sagt Daniel Skjeldam, CEO von Hurtigruten. Bisher verbraucht die Schifffahrtsbranche jährlich mehr als 330 Mio. Tonnen Treibstoff und verursacht zwei bis drei Prozent aller CO2 Emissionen.

      MS Polarlys testete in den letzten Wochen erfolgreich den Einsatz von Biodiesel und wird den Testbetrieb auch in den kommenden Wochen fortführen. Dies ist ein wichtiger Schritt für Hurtigruten auf dem Weg in eine emissionsfreie Zukunft. Biodiesel kann aus verschiedenen Quellen hergestellt werden, z.B. gebrauchtes Speiseöl, Mais, Soja, Weizen, Talg oder Palmöl.

      An der Startlinie
      „Wir stehen erst am Anfang, wenn es um den Einsatz von Biodiesel in der Schifffahrt geht. Wir wollen die Grenzen des bisher Möglichen verschieben und lernen, wie die Ressource in größerem Umfang genutzt werden kann. Dies kann womöglich die Branche verändern“, sagt Daniel Skjeldam.

      Nicht nur der Schiffsverkehr in den arktischen Regionen nimmt zu, sondern auch die Emissionen. Umweltschädliche Kraftstoffe wie Schweröl sind in diesen Gewässern nach wie vor nicht verboten. Hurtigruten nutzt bereits seit einem Jahrzehnt kein Schweröl und setzt sich für ein weltweites Verbot ein.

      Daniel Skjeldam ergänzt: „Hurtigruten fordert ein Verbot von billigem, umweltschädlichem Schweröl in der gesamten Arktis und an der norwegischen Küste. Wir können diese schützenswerten Regionen nicht durch die Verwendung von Schweröl verschmutzen und dem Risiko eines Ölunfalls aussetzen.“

      Über Hurtigruten und die Hurtigruten Flotte
      Hurtigruten verkehrt seit 1893 im Liniendienst an der norwegischen Fjordküste. Jeden Tag legt eines der elf Postschiffe in Bergen zur 12-tägigen Seereise ab und bringt Waren, lokale Passagiere und Touristen zu 34 Häfen entlang der einzigartigen norwegischen Küste zwischen Bergen und Kirkenes.

      Als einer der führenden Anbieter nachhaltiger Expeditions-Seereisen nimmt Hurtigruten außerdem mit den Expeditionsschiffen MS Fram, MS Spitsbergen, MS Midnatsol und ab 2019 auch mit den mit Hybrid-Antrieb ausgestatteten Neubauten Roald Amundsen und ab 2020 Fridtjof Nansen Kurs auf die polaren Regionen wie Antarktis, Grönland, Spitzbergen, Island, Neufundland und Labrador und bereist außerdem die Küsten Lateinamerikas. Für ein nachhaltiges Wachstum hat Hurtigruten zudem 2018 eine Absichtserklärung für den Bau eines dritten hybridgetriebenen Expeditionsschiffes unterzeichnet. Im Sommer erweitert das Nostalgie-Schiff MS Nordstjernen mit Expeditionsreisen vor Spitzbergen das Hurtigruten Programm. Themenreisen, ein vielseitiges Ausflugsportfolio und Landprogramme des Reiseveranstalters Hurtigruten Svalbard (ehemals Spitsbergen Travel) runden das Angebot ab.