| Die Holland-America Line kurz HAL genannt ist bekannt geworden als Holland-Amerika Lijn und ist jetzt die Premium-Marke der Carnival Corporation & plc mit Firmensitz in Seattle, Washington. Die ursprünglich niederländische Reederei betrieb von Rotterdam über 100 Jahre einen erfolgreichen transatlantischen Passagier-Liniendienst und hatte mehrere Jahrzehnte quasi ein Monopol für die Auswanderung aus den Niederlanden in die USA. Insgesamt wanderten so über eine Million Menschen mit der Holland-Amerika Lijn aus. Bis 1973 betrieb das Unternehmen weltweit Frachtschiffe. Heute nimmt die Holland-America Line innerhalb des Carnival-Konzerns die Stellung einer Premium-Marke ein. Durch umfangreiche Neubauten bewies Carnival auch recht schnell ein deutliches Interesse, den geschichtsträchtigen HAL-Namen am Leben zu erhalten. Seit 1998 sind der Großteil der Flotte und die Neubauten mit Heimathafen in Rotterdam registriert, was primär auf diverse Änderungen im niederländischen Schifffahrtsrecht zurückgeht. Haupteinsatzorte für die Schiffe sind aktuell die Karibik, die US-Pazifikküste und Alaska, seit das Unternehmen seit den 1980ern die Antarktis anläuft, fährt sie ihre Passagiere in alle sieben Kontinente. Heute betreibt die Reederei 13 Schiffe, die sie in drei Klassen unterteilt: S-Class mit älteren und kleineren Schiffen, R-Class und die neuesten und größten Schiffe der Vista-Class. Die MS Prinsendam ist mit 798 Plätzen das kleinste Schiff und fährt längere Kreuzfahrten, die oft 60 Tage oder länger dauern. Der andauernde Aufschwung des Kreuzfahrtmarkts zeigt sich auch daran, dass HAL weiter in größere Schiffe investiert. Mit der MS Eurodam wurde 2008 das erste Schiff der modifizierten und um ein Deck erweiterten Vista-Klasse in Dienst gestellt. Die neue Klasse wird als Signature-Klasse bezeichnet. Für 2010 ist ein weiterer 86.000t Neubau der Signature-Klasse bei Fincantieri bestellt, die Nieuw Amsterdam. Alle Schiffsnamen enden auf „dam“ | |